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FORUM CHRISTLICH-ISLAMISCHER DIALOG
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> Ausgabe Nr. 4 - Januar 2006
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> Ausgabe Nr. 5 - Oktober 2006
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Zentralrat der Muslime greift EKD scharf an "Sündenbockdiskussionen auf dem Rücken von Minderheiten" / Recht auf Moscheebauten bekräftigt
Köln - In ungewöhnlicher Schärfe hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) angegriffen. Die EKD glaube, "ihr Profil polemisch am Islam schärfen zu müssen" und führe damit "Stellvertreterdebatten um die Muslime hierzulande und Sündenbockdiskussionen auf dem Rücken von Minderheiten", so ZMD-Generalsekretär Aiman Mazyek (Foto). Die Fundamentalisten gäben in der evangelischen Kirche immer mehr den Ton an, beklagt Mazyek. "Aber statt die Fundis zu entlarven, lässt sich die EKD auf sie ein." Die "Abgrenzungsstrategie" der EKD sei "für Muslime so bestürzend, weil sie darin ein plumpes Ablenkungs- manöver erkennen".Die EKD schade sich damit selbst, so Mazyek weiter, weil sie ihre Stellungnahmen zu existenziell drängenden Themen - wie Armut, Krieg, Umweltzerstörung, Ausdünnung der Familie - entwerte. Mazyek attackierte auch den EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, und die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann. Huber habe auf der EKD-Synode in Dresden "gleich reihenweise Pfeile gegen die Muslime" geschossen; Käßmann sei zum Reformationstag Ende Oktober nicht mehr eingefallen, "als den Muslimen zu attestieren, ihnen fehle ein Reformator". Mazyek sprach von einer polemischen Profilschärfung auf Kosten der Muslime und fragt Huber: "Sollte »evangelisch sein« nicht mehr sein als »gegen den Islam sein«?" Gegen Kritik Hubers bekräftigte Mazyek auch das Recht der Muslime, in Deutschland Moscheen zu bauen. "Der Bau von Gotteshäusern ist ein fundamentales Recht, das nicht einfach unter Verweis auf »Machtsymbolik« oder »Zumutbarkeit« oder »Geschmack« wegverhandelbar ist." Vor allen Differenzen im Detail müsste nach Mazyeks Ansicht das Bekenntnis zur Religionsfreiheit nach Artikel 4 des Grundgesetzes stehen. > Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 06.11.2007 / Foto: www.qantara.de
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Institutionen des christlich-islamischen Dialogs
Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland e.V. (KCID)
Christlich-Islamische Gesellschaft (CIG e.V.)
Referat für den Interreligiösen Dialog und Weltanschauungs-fragen im Erzbistum Köln, Leiter: Werner Höbsch
Referat "Islam und Weltreligionen" in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Arbeitsstelle christlich-muslimische Begegnung im Evangelischen Stadtkirchenverband Köln, Leiterin: Dorothee Schaper
Deutsches Islamforum im Interkulturellen Rat in Deutschland
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Islam-sensible Entwicklungszusammenarbeit: eine neue Partnerschaft Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Melanchthon Akademie Köln ACHTUNG: Die für Freitag, 16. November 2007, 10.00 bis 17.30 Uhr, KOMED im MediaPark Köln geplante Tagung fällt aus!
Die Entwicklungszusammenarbeit des Nordens hat den Faktor Religionszugehörigkeit in ihren Zielgruppen lange nicht in den Blick genommen, speziell wenn es sich um den Islam handelte. Nichtstaatliche und staatliche Organisationen sollten sich also darauf verständigen, auf welcher Wertegrundlage sie mit muslimischen Partnern zusammenarbeiten wollen: Es geht darum, ein differenziertes Verständnis der unterschiedlichen soziokulturellen, ökonomischen sowie politischen Ausprägungen des Islam zu erlangen.
Es geht aber auch darum, die Paradoxien, die dem partizipativen Ansatz und der Ethik des interkulturellen Fremdverstehens im Allgemeinen eigen sind, aufzulösen. Dies gelingt allerdings eher im praktischen Kompromiss als in der Theorie. An dieser Stelle setzt die Tagung an. Die Friedrich Ebert Stiftung und die Melanchthon Akademie präsentieren und diskutieren neue Methoden und Wege der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit muslimischen Akteuren. Erfolgreiche Ansätze christlicher, muslimischer und staatlicher Akteure werden exemplarisch vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Werkzeuge und Methoden, die vor allem nach dem 11. Dezember 2001 entwickelt wurden. Letztendlich soll auch die Frage nach den Widersprüchen zwischen grundlegenden Normen deutscher Entwicklungszusammenarbeit und islamischen Werten Beachtung finden. > Flyer mit Programm und Anmeldung (pdf-Dokument)
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Erdogan begrüßt Brunns Beitrag Geleitworte des türkischen Ministerpräsidenten Was von uns erwartet wird, ist nicht die bloße Feststellung der Probleme, sondern die Analyse ihrer Ursachen, um die Menschheit mit praktischen Handlungsvorschlägen künftig zu einer gedeihlichen Zusammen-arbeit zu bewegen. Im Rahmen unserer Bemühungen um die „Allianz der Zivilisationen“ geht es darum zu verdeutlichen, dass es keine Hierarchie zwischen den Kulturen gibt, sondern dass über die Menschheitsgeschichte hinweg jede Zivilisation ihren ganz spezifischern Beitrag für das Vorankommen der Menschheit und für die universellen Werte geleistet hat und leistet. Wir glauben daran, dass der Stand der heutigen menschlichen Zivilisation das Ergebnis von immer währender gegenseitiger Befruchtung von unterschiedlichen Kulturen und Religionen ist. Unsere heutige Herausforderung ist es, gemeinsam zu verdeutlichen, dass die Begründung für Gewalt, Terror und Intoleranz nicht in den Religionen oder Kulturen selbst liegt, sondern hervor zu heben, dass es nicht zum Wesen der Religionen und Kulturen gehört, Menschen aufeinander zu hetzen. Um die aus Unkenntnis und Vorurteilen rührenden tiefen Gräben zwischen den Kulturen und Religionen, die besonders in der heutigen Zeit bedrohliche Ausmaße angenommen haben, zu überbrücken, sind in der letzten Zeit zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen worden. Wir unterstützen alle zu diesem Zweck unternommenen Schritte nach Kräften und mit Nachdruck. In diesem Zusammenhang begrüße ich auch den hervorragenden Beitrag von Herrn Brunn zu mehr Verständigung zwischen den Kulturen und Religionen. Recep Tayyip Erdogan Ministerpräsident der Republik Türkei
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Kooperation statt Konfrontation im Verhältnis zwischen Christentum und Islam Erhard Brunn veröffentlicht Buch über Dialog der Religionen
Frankfurt - Das Verhältnis zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen ist von Unsicherheit, ja von Ablehnung und Angst geprägt. Ressentiments bestehen wechselseitig. Wenn auch in diesem Spannungsbereich zusehends Konflikte entstehen, gibt es doch vielerorts Initiativen und Aktivitäten, die diese destruktive Dynamik durchbrechen. Darum handelt es sich bei dem in Kürze erscheinenden Buch “Christentum und Islam - ein neuer Dialog des Handelns” von Erhard Brunn. Brunn, einer der wichtigsten Befürworter des christlich-islamischen Dialogs, stellt in seinem neuen, sehr persönlichen und mutigen Buch Menschen in den Mittelpunkt, die im Dialog der Religionen einiges riskiert haben. Anstatt das Trennende zwischen Christentum und Islam in den Vordergrund zu stellen, wirbt der Autor für Kooperation statt Konfrontation. Auf seinen Stationen der letzten 15 Jahre in Afrika, im Nahen Osten und in Europa beobachtete und gestaltete Erhard Brunn inmitten vieler Konflikte auch Modelle einer gemeinsamen Verantwortung von Christen und Muslimen mit. Seine zahlreichen Begegnungen mit religiösen Persönlichkeiten, darunter Afrika-Missionaren, Kardinälen und muslimischen Vertretern, hat er dem Buch zusammengestellt. Erhard Brunn: Christentum und Islam – ein neuer Dialog des Handelns. Begegnungen in Europa und Afrika mit einem Vorwort von Udo Steinbach, Brandes & Apsel (Frankfurt) 184 S., € 14,90; ISBN 3-86099-854-4
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Literatur-Nobelpreis 2006 für Orhan Pamuk ZfT: “Dialog der Kulturen ist lebendig” (NORSA) - In seiner Heimat Türkei sieht sich Orhan Pamuk politischen Anfeindungen nationalistischer Kreise ausgesetzt. Jetzt erhält der 54jährige Autor den Literatur-Nobelpreis. Ein Prozess gegen Pamuk wegen „Herabwürdigung des Türkentums“ war erst Anfang des Jahres eingestellt worden. In einem Interview hatte Pamuk gesagt, in der Türkei seien „eine Million Armenier und 30 000 Kurden umgebracht“ worden. Das Zentrum für Türkeistudien (ZfT) an der Universität Duisburg-Essen begrüßte die Entscheidung: "Sie passt hervorragend in die Zeit. Pamuks Werk beweist, dass der Dialog der Kulturen nicht nur lebendig ist, sondern Literatur und Kunst ersten Ranges hervorbringt", sagte ZfT-Direktor Faruk Sen. Pamuk selber bezeichnete die Preisvergabe als “eine große Ehre. Unglücklicherweise macht die Tatsache, dass ich als erster Türke den Nobelpreis erhalte, die Sache ganz besonders und politisch. Das könnte zu einer weiteren Belastung werden." Die deutsch-türkische Schriftstellerin Necla Kelek hofft, “dass auch die Gesellschaft in der Türkei erkennt, dass Großes nur in der Freiheit entsteht und dass endlich aufgehört wird, Schriftsteller bei kritischen Tönen wegen ´Verunglimpfung des Türkentums´ zu verfolgen." > Presseschau
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Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? Von Aiman A. Mazyek “... Es ist selbstverständlich, dass Religion kritisiert werden kann, ja ihre Anhänger, wenn nötig, kritisiert werden müssen. Um die Abbildung oder Nichtabbildung des Propheten geht es dabei schon lange nicht mehr. Aber bedeutet das Recht auf freie Meinungsäußerung a priori Blasphemie und die Zementierung von Vorurteilen? Ist die die Strategie der Provokation einziges Stilmittel, wie wir uns zukünftig den kritischen Dialog mit den Muslimen vorstellen? Na dann, gute Nacht! ...” > Karikaturstreit: „Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?“
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Islam heißt Staatsreligion Der Protest gegen die dänischen Karikaturen verunsichert Europa: Können wir auf einen Islam hoffen, der sich mit unseren Freiheitsrechten verträgt? Angesichts der eskalierenden Konflikte mit islamistischen Gruppen fordern einsichtige Muslime wie der aus Syrien stammende und in Göttingen lehrende Bassam Tibi seit langem die Entwicklung eines Euro-Islams. Er soll, um die Integration in westliche Gesellschaften zu erleichtern, bestimmte Werte der abendländischen Kultur aufnehmen, vor allem die Trennung von Religion und Politik sowie die Anerkennung individueller Menschenrechte. > Die Zeit, 09.02.2006, Nr.7
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